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April 2026 — Die Inlands Titandioxid Der Markt für Titandioxid (TiO₂) verzeichnete in letzter Zeit einen weiteren deutlichen Preisanstieg, der in nachgelagerten Branchen wie der Lack-, Kunststoff-, Papier- und Automobilindustrie große Beachtung fand. Seit März sind die Preise um mehr als 16 % gestiegen, wobei einige hochwertige Produkte aus dem Chloridverfahren über 17.000 RMB pro Tonne kosten.
Marktdaten zeigen, dass der Branchenführer Dragon Titanium Group im März drei aufeinanderfolgende Preiserhöhungen einleitete und die Inlandspreise um rund 2.000 RMB pro Tonne, die internationalen Preise um 350 US-Dollar pro Tonne anhob. Im April setzte sich der Preisanstieg fort. Um den 15. April erhöhten mehr als 20 große Unternehmen, darunter Dragon Titanium, Jinhai Titanium und Xianghai Titanium, gemeinsam die Inlandspreise um 1.500 RMB pro Tonne und die internationalen Preise um 200 US-Dollar pro Tonne. Bis zum 20. April hatte der Referenzpreis für Titandioxid fast 16.780 RMB pro Tonne erreicht. Auch die globalen Titandioxid-Produzenten kündigten synchronisierte Preiserhöhungen an, und die Inlandsexporte verzeichneten weiterhin ein solides Wachstum.
Analysten gehen davon aus, dass die aktuellen Preiserhöhungen eher auf Kostensteigerungen als auf Spekulationen zurückzuführen sind. Die inländische TiO₂-Produktion erfolgt größtenteils im Schwefelsäureverfahren, wobei pro Tonne TiO₂ etwa 3–4 Tonnen Schwefelsäure benötigt werden. Die Schwefelsäurepreise sind von rund 1.057 RMB pro Tonne Anfang März auf 2.100 RMB pro Tonne Mitte April gestiegen – fast eine Verdopplung. Auch Schwefel, der wichtigste Rohstoff für Schwefelsäure, hat sich von etwa 3.900 RMB pro Tonne zu Jahresbeginn auf über 5.400 RMB pro Tonne Ende März verteuert, wobei importierter Schwefel sogar noch teurer ist.
Der Kostendruck ist auf geopolitische Spannungen und Angebotsengpässe zurückzuführen. Die Unruhen im Nahen Osten haben den Schwefeltransport durch die Straße von Hormus beeinträchtigt, was in Verbindung mit der erhöhten Nachfrage im Frühjahr zu einem sprunghaften Anstieg der Importkosten geführt hat. Branchenkenner berichten von Verlusten von bis zu 2.300 RMB pro Tonne, wodurch Preiserhöhungen nahezu unausweichlich geworden sind.
Die Auswirkungen sind auch in nachgelagerten Unternehmen spürbar. Hersteller von Beschichtungen, Kunststoffen und Papier berichten von steigenden Rohstoffkosten, die die Gewinnmargen schmälern. Kurzfristig könnten Unternehmen ihre Rezepturen anpassen oder moderate Preiserhöhungen vornehmen, um die Kosten aufzufangen. Längerfristig könnten sich dies jedoch auch auf die Preise für Konsumprodukte auswirken.
Experten gehen davon aus, dass die hohen Titandioxidpreise kurzfristig nicht sinken werden, solange das Angebot an Schwefel und Schwefelsäure knapp bleibt und die Lagerbestände niedrig sind sowie die Auslastung bei rund 75 % liegt. Die Preise könnten im April und Mai weiter steigen, sich aber verlangsamen oder sogar umkehren, falls sich die geopolitischen Spannungen entspannen oder die Schwefelsäurepreise fallen.
Diese Welle von TiO₂-Preiserhöhungen spiegelt nicht nur den anhaltend hohen Kostendruck bei Rohstoffen wider, sondern auch eine umfassendere Umstrukturierung der chemischen Lieferkette. Während die Auswirkungen auf Endverbraucher begrenzt sind, stellt dies für nachgelagerte Hersteller eine spürbare Kostenherausforderung dar.
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